Fischer und Naturschützer für 2xJA_cr Pro Natura Aargau

Fischer und Naturschützer empfehlen 2xJa

26.05.2021

Gemeinsame Medienmitteilung von Aagauischem Fischereiverband und Pro Natura Aargau:
Unsere Gewässer und Fische sind im Kanton Aargau zunehmend durch Pestizide bedroht. Fischer und Naturschüzter empfehlen am 13. Juni 2xJa zu den Pestizidinitiativen.

Der Aargauische Fischereiverband und Pro Natura Aargau informierten in Aarau an einem öffentlichen Anlass an der Aare über die zunehmende Belastung unserer Aargauer Gewässer mit Pestiziden. Die betroffenen Fischpächter zeigten auf, wie die Pestizidbelastung den Bestand der Fische zusehends bedroht.

Lebensraum der Fische ist vergiftet

Kurt Braun, Präsident des Aargauischen Fischereiverbands begrüsste die Anwesenden und erklärte: «Der Lebensraum der Fische ist vergiftet. Der Fisch schwimmt und trinkt im Pestizidwasser. Auch im Aargau sind unsere Gewässer mit viel zu vielen Pestiziden belastet. Die Grenzwerte in Grundwasser, Trinkwasser und Bächen werden überschritten. 60% unserer Fische sind bedroht und stehen auf der Roten Liste. Fischerinnen und Fischer haben definitiv genug und stimmen für die Pestizidinitiativen».

Aargauer Gewässer sind belastet

«Wie geht es den Fischen in der Aare?», wurde Roger Gütiger, Vereinigte Fischervereine Aarau-Brugg, gefragt. Er informierte über die Entwicklungen in seinem Fischrevier: «Die Bestände nehmen in der Aare deutlich ab. Die Auswirkungen der Pestizidbelastung machen sich auch hier bemerkbar. Pestizide sind schon in Kleinstmengen für Fische und andere Lebewesen ein grosses Risiko. Besonders gefährlich sind die nicht kontrollierbaren Giftcocktails verschiedener Substanzen.» Der Aargauische Fischereiverband verfolgt mit grosser Besorgnis, wie der Einsatz von Pestiziden die Gewässer zusehends belastet. Ueli Rippmann, Aargauischer Fischereiverband, betont: «Besonders in den vielen kleinen Bächen des Aargaus sind die Substanzen hoch konzentriert und während langer Zeit vorhanden. Alle Pestizide, Insektizide und Fungizide, sowie die Düngemittel werden zu nahe am Wasser ausgebracht und vergiften die Bäche. Auch nehmen die Verseuchungen über die Drainagen durch den massiven Gifteinsatz wieder zu».

Umwelt und Gesundheit gefährdet

Das Insektensterben ist ein weiteres alarmierendes Zeichen für die zunehmende Gefährdung unserer Umwelt durch Pestiziden. Matthias Betsche, Geschäftsführer von Pro Natura Aargau, stellt fest: «60% der Insektenarten in der Schweiz sind gefährdet. Und in den ackerbaulich genutzten Gebieten des Aargauer Mittellands werden Pestizid-Rückständen bereits an über 90% der Messstellen in unserem Grundwasser nachgewiesen. Nicht nur in Fischen werden Pestizide gefunden. Zuletzt fand ein Labor in einer Konfitüre mit Früchten aus dem Seetal sogar sechs Pestizide». «Pestizide landen schliesslich in unserem Glas und auf unserem Teller», erklärt Betsche. Der Geschäftsführer von Pro Natura Aargau fasst zusammen: «Jetzt befinden sich Pestizidrückstände sogar schon im Trinkwasser und in unseren Nahrungsmitteln. Pestizide gefährden unsere Gesundheit.»

Empfehlung: 2 x Ja

Der Aargauische Fischereiverband und Pro Natura Aargau empfehlen daher ein Ja zur Initiative für sauberes Trinkwasser und ein Ja zur Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide.

Kurt Braun, Präsident Aargauischer Fischereiverband, 079 657 13 27
Matthias Betsche, Geschäftsführer Pro Natura Aargau, 078 402 99 62


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