Pro Natura Schweiz zu Gast im Aargau
Der Delegiertenrat ist das Parlament von Pro Natura Schweiz. Die kantonalen Sektionen sind darin entsprechend ihrer Mitgliederzahl vertreten. Er beschliesst unter anderem über Jahresbericht, Jahresrechnung, Budget und Reglemente, wählt den Zentralvorstand und fasst Parolen zu politischen Initiativen.
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Pro Natura Aargau
- In den Pausen tauschten sich die Delegierten an der Limmat aus.
Dieses Jahr empfing Pro Natura Aargau die Delegierten aus der ganzen Schweiz. Getagt wurde am Samstag im Wasserschloss. Anschliessend besuchten die Teilnehmenden den Limmatspitz am Zusammenfluss von Aare und Limmat.
«Wir freuen uns sehr, die Pro-Natura-Familie aus der ganzen Schweiz bei uns im Aargau begrüssen zu dürfen», sagt Matthias Betsche, Geschäftsführer von Pro Natura Aargau. «Wir möchten unseren Gästen einige Orte zeigen, die uns besonders am Herzen liegen – und gemeinsam erleben, was entstehen kann, wenn wir der Natur wieder Raum geben.»
Regierungsrat Dieter Egli hielt in seiner Ansprache zur Eröffnung der Versammlung fest:
«Erfolgreicher Naturschutz braucht ambitionierte Ziele, aber auch Augenmass. Entscheidend ist, Anwohnerinnen und Anwohner, Unternehmen und weitere Interessengruppen einzubeziehen und gemeinsam pragmatische Lösungen zu finden, die Mensch und Natur zusammenbringen – mit nachhaltigen Projekten für unseren Lebensraum, von denen alle profitieren. Pro Natura Aargau beweist dabei genau dieses Fingerspitzengefühl und deshalb schätze ich die Zusammenarbeit sehr. Für den tagtäglichen Einsatz für das Wertvollste, was wir haben – unsere Wälder, Flüsse, Seen, Pflanzen und Tiere – bin ich sehr dankbar».
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Simone Wirth
- Am Samstag ging es auf eine spannende Exkursion zum Limmatspitz.
Austausch über die Kantonsgrenzen hinweg
Für Urs Leugger-Eggimann, Geschäftsleiter von Pro Natura, bat der Besuch im Aargau auch Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch zwischen den Sektionen. «Der Aargau hat mit seinen Flüssen, Auen und Feuchtgebieten besondere Naturschätze. Gerade im dicht besiedelten Mittelland ist es entscheidend, diese Lebensräume langfristig zu sichern, aufzuwerten und miteinander zu vernetzen. Der Delegiertenrat bietet eine schöne Gelegenheit, solche Projekte vor Ort kennenzulernen und Erfahrungen zwischen den Sektionen auszutauschen», sagt Urs Leugger, Geschäftsleiter von Pro Natura.
Naturschutz vor Ort erleben
Am Sonntag führten drei Exkursionen ins Reusstal. Sie zeigten unterschiedliche Wege, wie Naturschutz konkret umgesetzt wird.
Beim Hoonerimoos konnte Pro Natura Aargau durch einen Landabtausch ein ehemaliges Moorgebiet sichern. Nun besteht die Möglichkeit, den Wasserabfluss wieder zu verlangsamen und die Voraussetzungen für eine Moorlandschaft neu zu schaffen. An anderen Stationen erfuhren die Delegierten, wie Landwirtschaftsbetriebe zur Vernetzung wertvoller Lebensräume beitragen können und wie in der Aue Grien an der Reuss derzeit ein neuer Seitenarm sowie Lebensräume für Fische, Watvögel und Amphibien entstehen.
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Simone Wirth
- Am Sonntag erkundeten die Delegierten den Auenschutzpark auf Schlauchbooten.
Die Projekte knüpfen an eine lange Aargauer Tradition an. Mit dem Auenschutzpark wurden entlang der grossen Flüsse wertvolle Auen gesichert und wiederhergestellt. Mit dem Gegenvorschlag zur Gewässer-Initiative wird diese Entwicklung nun auf weitere Feuchtlebensräume ausgeweitet: Bis 2060 sollen im Aargau 1'000 Hektaren Feuchtgebiete im Wald, im Kulturland und im Siedlungsraum entstehen.
«Naturschutz beginnt vor Ort und gewinnt an Kraft, wenn wir ihn gemeinsam voranbringen», sagt Betsche. «Genau darum geht es an diesem Wochenende: voneinander lernen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam Lösungen entwickeln, die der Natur wieder mehr Raum geben.»
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Simone Wirth
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